Julians Tipp im August

Ernte haltbar machen: Julians Tipp im August

Volle Beete, pralle Zweige – und jetzt? Ab in die Vorräte! Mit ein paar cleveren Kniffen genießt Du Deine Ernte bis weit in den Winter hinein.

Liebe Gartenfreunde, ganz ehrlich: Am schönsten schmeckt's frisch, wenn man sich einfach durch den Garten nascht – nicht nur das Obst, auch knackiges Gemüse direkt vom Beet. Wer schon bei Aussaat und Pflanzung vorausdenkt, hat immer etwas zum Ernten. Und der Rest? Der wird haltbar gemacht! Hier kommen meine liebsten Methoden.


🫙 Einkochen & Einwecken

Der Klassiker – und richtig zuverlässig: Beim Einwecken zerstört die Hitze alle Organismen im Erntegut. Das sterilisierte Gut wandert in blitzsaubere Gläser, damit keine neuen Übeltäter eindringen. Übrigens: Schon Pasteur und von Liebig haben dafür die Grundlagen gelegt – deshalb reden wir bis heute von Pasteurisierung.

Julians Tipp: Koch lieber kleine Portionen ein. So probierst Du immer wieder was Neues – an großen Töpfen ist man sich nämlich ruckzuck über.


🌬️ Trocknen & Dörren

Kein Wasser, kein Verderb: Beim Trocknen entziehst Du dem Erntegut die Feuchtigkeit – und genau die brauchen schädliche Organismen zum Überleben. Vom luftgetrockneten Schinken über hängende Kräuterbüschel bis zum knusprigen Dörrobst ist fast alles möglich. Spielt das Wetter nicht mit, springen Dörr- und Trockenschränke ein.


🍯 Konservieren mit Zucker

Süß und schlau: Zucker zieht in hoher Konzentration ordentlich Wasser – dasselbe Prinzip wie beim Trocknen, nur lecker. Mit Zucker bestreutes Obst hält länger, Marmelade bleibt selbst im offenen Glas eine ganze Weile gut, und auch kandierte Früchte funktionieren genau so. Das Beste: Zucker selbst ist – richtig gelagert – nahezu unbegrenzt haltbar.


❄️ Einfrieren – aber richtig

Gemüse ab ins Eisfach? Aber gerne – so klappt's am besten:

  1. Nimm frische Pflanzen und lass das Erntegut nach der Ernte nicht lange herumliegen.
  2. Kurz blanchieren: zwei bis drei Minuten ins kochende Wasser, dann genauso lange ins Eiswasser. Das stoppt die Enzyme, die den Verderb einleiten – und erhält Farbe und Geschmack obendrein.
  3. Nach dem Abtropfen einfrieren. Drück möglichst viel Luft aus der Tüte und beschrifte sie mit Inhalt und Datum.

🧂 Lust auf mehr? Diese Methoden lohnen sich auch

Wenn Du Feuer gefangen hast: Probier Dich ruhig auch an Einsalzen, am Einlegen in Essig oder am Mosten und Keltern Deines eigenen Obstes.


🍏 Zu viel Streuobst? Ab damit zu uns!

Deine Streuobstwiese gibt mehr her, als Du verarbeiten kannst? Perfekt – dann bring Dein Obst zu unserer Streuobstsammelstelle in Stutensee. Gemeinsam mit der Traditions-Fruchtsaftkelterei Kumpf zaubern wir daraus leckeren, regionalen Saft.

  • Äpfel: ab Montag, 24. August 2026
  • Birnen: ab Montag, 21. September 2026 (immer montags)
  • Annahmezeiten: Mo–Fr 10:00–12:00 & 14:00–17:00 Uhr (im August Mo–Do nur vormittags; samstags keine Annahme)

Du wählst zwischen Saftguthaben (einlösbar auf über 30 Kumpf-Säfte & Schorlen) oder Barauszahlung zum tagesaktuellen Kumpf-Tagespreis.


🥣 Julians Extra-Tipp

Ich koche heute übrigens rote Stachelbeeren ein – ein Glas brauche ich jede Woche für mein Müsli. So hab ich das ganze Jahr etwas von der Ernte. Probier's aus und finde Deine Lieblingsmethode!